Pekinese

Pekinese – kleiner Kaiser mit großem Ego

„Er ist kein Schoßhund. Er ist ein Thronhund – und das weiß er ganz genau.“

Was ist das eigentlich für ein Typ Hund?

Der Pekingese stammt ursprünglich aus dem kaiserlichen China – und genau so benimmt er sich auch: selbstbewusst, würdevoll, unbeeindruckt von Lärm oder Hektik. Mit seinem auffälligen Löwen-Mähnen-Fell, dem runden Gesicht und dem typischen „watschelnden“ Gang zieht er zwar Blicke auf sich, aber nicht immer Absicht auf Zuneigung – er sucht sich aus, wem er sein Herz schenkt.

Er ist intelligent, stur, manchmal distanziert, aber gleichzeitig zutiefst loyal gegenüber „seinem Menschen“. Kein Anfängerhund – trotz seiner Größe.

Passt der Pekingese zu dir?

✔️ Du liebst charakterstarke, ruhige Hunde mit Eigenwillen

✔️ Du scheust keine tägliche Fellpflege und regelmäßiges Bürsten

✔️ Du möchtest einen gelassenen Wohnungshund mit Stil

❌ Du willst einen unterwürfigen, leicht erziehbaren Hund

❌ Du suchst einen sportlichen Begleiter für Agility & Co.

Fun Fact

Früher durften nur Adelige einen Pekingesen besitzen – und sie wurden sogar als „lebende Talismane“ angesehen. Angeblich ließ man sie die Ärmel weiter Roben wärmen, um bei Bedarf als „Alarmanlage“ hervorzuspringen.

Ein Pekinese Welpe zieht ein

Das solltest du wissen

1. Charakter und Bedürfnisse

Selbstbewusst: Trotz seiner Größe sehr mutig und stolz.

Anhänglich: Liebt seine Familie, kann aber Fremden gegenüber reserviert sein.

Eigenständig: Hat oft seinen eigenen Willen – kein klassischer „Befehlsempfänger“.

Ruhig: Kein übermäßig aktiver Hund, eher gemütlich.

Wachsam: Meldet Besucher zuverlässig, ohne übertrieben zu bellen.

2. Erziehung & Sozialisierung

Früh beginnen: Welpenalter nutzen, um klare Regeln zu etablieren.

Geduld & Konsequenz: Erziehung mit liebevoller Konsequenz – Härte führt nicht zum Ziel.

Sozialisierung: Kontakte zu Menschen und anderen Hunden sind wichtig, damit er nicht zu reserviert wird.

Hundeschule: Für die Grundkommandos und Gewöhnung an andere Hunde empfehlenswert.

3. Wohnumfeld

Wohnung geeignet: Ideal für kleinere Wohnungen oder auch Senioren.

Haus mit Garten: Schön, aber kein Muss – kurze Spaziergänge reichen ihm aus.

Familienanschluss: Darf nicht isoliert werden, er sucht Nähe zu seinen Menschen.

Stadt oder Land: Sehr anpassungsfähig, solange er genügend Aufmerksamkeit bekommt.

4. Zeit & Beschäftigung

Bewegung: Keine großen sportlichen Anforderungen – kurze Spaziergänge und Spiele genügen.

Aktivitäten: Kleine Such- oder Denkspiele halten ihn geistig fit.

Ruhig: Kein Hund für sportliche Menschen, die Jogging- oder Radtouren erwarten.

Alleinsein: Muss langsam geübt werden – er ist sehr menschenbezogen.

5. Pflege

Fell: Langes, dichtes Fell – regelmäßiges Bürsten (mehrmals pro Woche) ist notwendig, um Verfilzungen zu vermeiden.

Hygiene: Augen und Nase regelmäßig kontrollieren, da die kurze Schnauze empfindlich sein kann.

Gesundheit: Züchter achten auf Probleme mit Atemwegen, Augen und Gelenken.

Sommerhitze: Empfindlich gegenüber hohen Temperaturen – Überhitzung vermeiden.

6. Kosten & Verantwortung

Normale Hundekosten: Futter, Tierarzt, Versicherung, Zubehör.

Pflegeaufwand: Höher durch Fellpflege und mögliche tierärztliche Betreuung.

Lebenserwartung: 12–14 Jahre.

7. Rassetypisches Verhalten

Wachsam & mutig: Trotz kleiner Größe ein guter Wächter.

Stur: Testet Grenzen – klare Regeln sind notwendig.

Treuer Begleiter: Eng an seine Familie gebunden, sehr verschmust.

Königliches Auftreten: Zeigt oft ein selbstsicheres, fast majestätisches Verhalten.

Fazit:

Der Pekinese ist ein kleiner, stolzer und treuer Begleiter mit großem Herz. Er eignet sich besonders für Menschen, die einen ruhigen, verschmusten Hund suchen und bereit sind, Zeit in Fellpflege und liebevolle Erziehung zu investieren. Mit seiner Gelassenheit, Anhänglichkeit und Wachsamkeit ist er ein charismatischer Familienhund – ein kleiner Hund mit königlicher Ausstrahlung.